Herzlich willkommen im Haus der Religionen

Im Haus der Religionen in Hannover haben sich neun Religionen und Weltanschauungen zu einem Ort der interreligiösen Bildung und Begegnung zusammengeschlossen.  Christen,  Juden,  Muslime,  Hindus,  Buddhisten,  Bahai,  Aleviten,  Eziden und Humanisten treten gemeinsam ein für eine Haltung des Respekts und der Achtung des Anderen.

Das Haus der Religionen ist Veranstaltungsort für interreligiöse Begegnungen aller Art. Es ist interreligiöser Lernort für Kinder,  Jugendliche und Erwachsene,  für Schulklassen,  Pädagoginnen und Pädagogen,  Konfirmandengruppen,  für die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Region.  Wir sind überzeugt:  Die Stadt braucht einen solchen Ort, an dem Menschen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften sich kennen lernen und etwas über den Glauben des Anderen erfahren.

 

Aktuell

Vom 12. bis zum 13. September fand der vierte Bundeskongress der Räte der Religionen in Essen statt. Unter Corona-Bedingungen trafen sich 51 Delegierte aus 30 Städten und Landkreisen aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer Präsenzveranstaltung.

Einen großen Raum nahm die Beratung und Verabschiedung einer Geschäftsordnung ein, die den Kongress aus einer vorläufigen Initiative aus Frankfurt und Hannover zu einer festen Größe und zu einem verbindlichen und verlässlichen Ansprechpartner für die Bundespolitik machen sollte. „Uns war immer klar“, sagte Prof. Dr. Wolfgang Reinbold aus Hannover, „dass der Bundeskongress so etwas wie der ‚Städtetag der Religionen‘ werden soll. Dass wir es aber in vier Jahren geschafft haben, so weit zu kommen, hat uns selbst positiv überrascht.“ Mit der nun einmütig beschlossenen Geschäftsordnung übernimmt ein Sprecher*innenrat die Vertretung des Bundeskongresses nach Außen und steht als solcher Politik und Kooperationspartner*innen als Ansprechpartner zur Verfügung. „Mit der neuen Geschäftsordnung haben wir eine gute Arbeitsgrundlage für die kommenden Jahre“, betonte auch Pater Lutz Müller, SJ aus Essen, „die wir laufend weiterentwickeln können“.

Am Abend lud das AVRAM Ensemble zum Verweilen und zum Eintauchen in verschiedene religiöse Musiktraditionen und -kulturen ein. Der Essener Bürgermeister Rudolf Jelinek hob in seinem Grußwort die Verdienste des Initiativkreises Religionen in Essen (IRE) um das friedliche Zusammenleben in der Stadt hervor.

Am Montagmorgen hielt der evangelische Pfarrer im Ruhestand Austen Peter Brandt einen durch zahlreiche persönliche Erfahrungen und Impulse bereicherten Vortrag zum Thema Rassismus. Er fasste seinen Vortrag mit folgenden Worten zusammen:

„Eine wesentliche Erkenntnis der vielen Jahre, in denen ich mich mit Rassismus beschäftige, ist, dass er uns alle trifft. So ist es auch für die Kirche eine wesentliche Aufgabe darüber nachzudenken, was Rassismus mit Schwarzen, aber auch mit weiß markierten Menschen macht. Wenn die Fähigkeit fehlt, die eigene rassifizierende Prägung wahrzunehmen, benötigen wir das aktive Erlernen anti-rassistischen Denkens und Handelns.“

Im Anschluss kamen die Teilnehmenden des Kongresses in einer Fishbowl-Diskussion sehr intensiv mit dem Referenten und miteinander ins Gespräch und nahmen für sich den Auftrag mit, auch in ihren eigenen religiösen Gemeinschaften rassistische Elemente zu identifizieren und zu bearbeiten.

Der nächste Bundeskongress der Räte der Religionen wird vom 11. bis 12. September 2022 in Berlin stattfinden. Dr. Gerdi Nützel vom Forum der Religionen freut sich bereits darauf „den Bundeskongress im nächsten Jahr in Berlin durchzuführen“. Es sei jedes Mal eine große Ermutigung und Freude, erklärte sie, gemeinsam Erfahrungen auszutauschen und von konkreten Projekten in so vielen Städten und Orten in Deutschland zu hören. Der Bundeskongress sei „wie eine Art Biodünger für die vielen Räte der Religionen, die von unten wachsen und sich verwurzeln“.

Kontakt: mail@bundeskongress-religionen.de.

 

2022 wird das Haus der Religionen neu
Wer das „Haus“ der Religionen kennt, weiß: bisher war es in erster Linie ein Flur mit Dauerausstellung, ein Seminarraum und manchmal der große Saal.

Nun ist es an der Zeit, dass wir die improvisierten Anfänge hinter uns lassen und aus dem Haus der Religionen ein professionelles Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung machen,  mit angemessenen Räumen,  einer neuen,  multimedialen Dauerausstellung und einem hauptamtlichen,  multireligiösen Team.  Dafür wird das Haus seit Ende Juni 2020 vollständig umgebaut.  Während dieser Zeit sind keine Veranstaltungen im Haus möglich. Selbstverständlich sind wir während der Bauarbeiten weiter telefonisch und per Mail zu erreichen. Über die Umbauarbeiten und unsere Veranstaltungen halten wir Sie auf dieser Seite sowie über Facebook auf dem Laufenden.


So könnte es aussehen: Neun Lebenswelten zum Entdecken: Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Hindus, Eziden, Juden, Muslime und Humanisten präsentieren sich ab 2022 in der neuen multimedialen Ausstellung.

 

Das Haus der Religionen ist unverzichtbar, ...

„weil es ein lebendiges Symbol für das ist, was Hannover ausmacht: Ein friedliches Zuhause für viele Religionen und Kulturen, die in gegenseitigem Respekt zusammenleben und sich austauschen.“
(Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und Schirmherr des Hauses der Religionen)

„weil es vor allem jungen Generationen ermöglicht, die Weltreligionen und den Wert des friedlichen Zusammenlebens kennenzulernen.“
(Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover)

„weil es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das Wissen zu den verschiedenen Religionen vermittelt, das benötigt wird, um das Zusammenleben zu gestalten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.“
(Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover)

Zuletzt geändert: 14.09.2021 - 21:21